Kopulation von Testudo hermanni boettgeri (Griechische Landschildkröte)

 

Landschildkröten gibt es, wie die meisten anderen Tiere auch, in zwei Geschlechtern.

Männlich und weiblich.

Bei einem Männchen ist der Schwanz kurz und dick, die Afterschilde breit und kurz, der Bauchpanzer ist nach innen gewölbt und die Kloake ist weiter von der Schwanzwurzel entfernt.

Bei einem Weibchen hingegen ist der Schwanz kurz, die Afterschilde meist eben so lang, wie auch breit, der Bauchpanzer nach außen gewölbt und die Kloake ist nahe der Schwanzwurzel.

Meistens ist der Geschlechtsunterschied erst im alter von 5 Jahren sichtbar, in Einzelfällen auch etwas früher.

Die Geschlechtsreife ist eben so unterschiedlich.

„ Weibchen in einem Alter von 7 bis 12 Jahren ( ca.600g bis 700g); bei einem Männchen beginnt die Geschlechtsreife etwa zwei Jahre früher.

Eier legen die meisten Weibchen ab einem Alter von ca.9 Jahren. Die Männchen sind meist erst ab einem Alter von 7 Jahren in der Lage, die Weibchen zu befruchten. Hat ein Männchen vor den 7. Lebensjahr ein Gewicht von über 400g erreicht, dann ist es auch in der Lage, die Weibchen zu befruchten.“ ( Zimmer (2012), S.13)

 

 

 

25.11.14 15:07, kommentieren

Zurück ins Leben Teil 1

Zurück ins Leben

  Laufen ist für uns etwas ganz natürliches und normales. Doch was passiert mit jemandem dem diese Fähigkeit plötzlich genommen wird ? Und wie schöpft dieser Mensch Hoffnung eines Tages wieder Laufen zu können ? Was passiert dabei in jemandem auf diesem Weg ? Laufen! Ein Begriff der eine so große Bedeutung für mich hat! Es sind nicht einfach nur sechs Buchstaben sondern das was ich mir am meisten Wünsche. Es wieder tun zu können endlich wieder tanzen zu können, nichts wünsche ich mir mehr.Tanzen war mein größtes Hobby,dass was mich zu mir selbst gemacht hatte,zudem was ich mal war.Jetzt bin ich ein 16-jähriges Mädchen im Rollstuhl. Ohne Hoffnung je wieder tanzen geschweige den je wieder laufen zu können.Die Hoffnung, ein Begriff an den ich mich nach meinem Unfall fest geklammert hatte wie eine Ertrinkende.Damals war ich auf dem Rückweg vom Tanztraining mit dem Fahrrad über eine Kreuzung gefahren. Ich hatte grün,dass Auto was mir entgegen kam leider nicht.Ich knallte mit meinem Kopf gegen die Motorhaube und viel ins Koma. Ohne Fahrradhelm hätte ich diesen Unfall gar nicht erst überlebt.Als ich 4 Wochen später aus dem Koma erwachte spürte ich als erstes meine Beine nicht mehr. Meine Mutter saß neben mir am Bett und hatte Tränen in den Augen. Ich wusste nicht ob es Tränen der Freude oder der Trauer waren. Erst als ich ihr richtig in die Augen sah wusste ich es. Es waren Tränen der Trauer. Ich wusste schon,ohne das sie etwas sagte warum.Doch sie sagte mir trotzdem warum. Der Satz: „ Du wirst nie wieder tanzen können!“ machte nicht nur die Hoffnung sondern auch mein Herz kaputt. Als ich später mit meinen Ärzten sprach und sie mir sagten,dass die Chance je wieder laufen zu können bei 9% lag war ich komplett am Ende. Nicht nur ich war am Ende sondern auch meine Familie.Ich hatte den Eindruck das keiner von ihnen wusste wie sie mit mir umgehen sollten oder sich mir gegenüber verhalten sollten. Ich fühlte mich von Ihnen im Stich gelassen obwohl es nicht so war. Ich wusste nicht warum! Nach Tagen der Verzweifelung ergab das Leben plötzlich wieder einen Sinn. Mir wurde klar,dass das Leben trotz Behinderung Lebenswert war und das man sich nicht verstecken musste.Die 9% pure Hoffnung hielten mich am Leben. Auch heute werde ich noch oft gefragt was mir damals wieder Hoffnung gab.Den Menschen die mich das fragen sage ich immer,dass es Zeit ist die einem die Hoffnung wieder bringt.Aber nicht nur Zeit sondern auch Erinnerungen gaben mir die Hoffnung wieder. Es ist schlimm wenn du bereit bist dein altes Leben wieder aufzubauen aber die Menschen die du liebst nicht auf deiner Seite sind und es albern finden was du vorhast. Meine Eltern hielten es für unmöglich was ich mir in den Kopf gesetzt hatte. Aber das spornte mich nur noch mehr an,dass um zusetzten was ich mir vorgenommen hatte.Ich wollte versuchen wieder laufen zu lernen,auch wenn die Chance nur 9% betrug das ich es je wieder tun könnte. Ich erkundete mich im Internet und fand heraus,dass es ein Reha Internat in Zürich gab,indem man das laufen wieder lernen konnte.Zudem konnte man dort auch noch zur Schule gehen.Ich fand das Internat perfekt für mich. Ich musste nur noch meine Eltern davon überzeugen,dass es das Richtige für mich war. So einfach wie ich mir das vorgestellt hatte war es aber leider nicht. Meine Eltern machten sich viele Sorgen um mich und der Gedanke mich allein zu lassen setzte ihnen sehr zu. Aber nach langen Gesprächen konnte ich meine Eltern doch dazu überreden mich auf das Internat zu schicken.Sie setzten mir allerdings ein Limit. Sie gaben mir ein Jahr Zeit wieder laufen zu lernen. Das erschien mir am Anfang unmöglich. Ich wusste aber,dass das der einzige Weg war auf das Internat zu kommen.Wenn ich es nicht schaffen würde in einem Jahr wieder laufen zu lernen würden sie mich wieder vom Internat nehmen. Glücklich darüber,dass meine Eltern mir ein Limit gestellt hatten war ich nicht. Ich sollte das Unmögliche machbar machen und das nur in einem Jahr. Ich kannte das nur aus Filmen,dass das Unmögliche machbar geworden ist. Ob das auch in der Realität klappen würde wusste ich nicht.Doch ich war bereit es zu versuchen auch wenn die Chance des Nach 2 Wochen war es endlich so weit mein Vater und ich fuhren nach Zürich zum Internat.Nach vielen Stunden kamen wir endlich an. Man sah sofort das das Internat alles hatte um seine Schüler wieder gut ins Leben zu bringen.Ich fühlte mich sofort wohl. Schnell stellte sich heraus,dass das Jahr „nicht ohne war“. Die Lehrer und Mitschüler waren mit von Anfang an alle sehr shympahtisch. Jeder hier schien zu verstehen und nachzuvollziehen wie wichtig jemandem der Wunsch war wieder laufen zu können. Ich glaube das lag daran,dass wir Schüler hier alle das selbe Schicksal teilten. Am besten fand ich aber,dass hier niemand fertig gemacht wurde für etwas wozu er nichts konnte.Jeder wurde hier sofort so akzeptiert wie er war! Das Jahr began! Schnell merkte ich,dass die Therapielehrer anspruchsvoll waren und ihren Schülern hohe Ziele stellten. Am Anfang war ich unsicher ob ich ihre Erwartungen erfüllen konnte und ob es die richtige Entscheidung war auf dieses Internat zu gehen.Doch nach einiger Zeit gaben mir meine Mitschüler,die schon länger als ich da waren ,eine gewisse Sicherheit und den Zuspruch den ich brauchte.Die ersten Therapiestunden in den ersten vier Wochen waren anstrengend. Ich hatte Schmerzen im ganzen Körper. Täglich musste ich viele Übungen mithilfe eines Lehrers für meine Beine machen. Es war wichtig,dass der Muskelaufbau schnellst möglichst einsetzte. Vier Wochen kamen mir bisher immer sehr lang vor. Nur jetzt war es plötzlich anders. Die Zeit verging so schnell,dass ich es kaum mitbekam.

15.6.14 18:34, kommentieren


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